Es Gibt Tage Da Wnscht Ich Ich Wr Mein Hund
Reinhard MeyVersion1
90
Chords in this song
Strum
D-DU-UDU
Es gibt Tage da wünscht` ich, ich wär mein Hund.
Ich läg faul auf meinem Kissen und säh mir mitleidig zu,
wie mich wilde Hektik packt zur Morgenstund`
und verdrossen von dem Schauspiel legt ich mich zurück zur Ruh`.
Denn ich hätte nur zwei Int`ressen, erstens Schlafen, zweitens Fressen
und was sonst schöngeistige Dinge angeht,
wäre ausschlieslich Verdauung der Kern meiner Weltanschauung
und der Knochen, um den diese Welt sich dreht,
wär allein meiner Meditationen Grund.
Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wär mein Hund.
Es gibt Tage da wünscht` ich ich wär` mein Hund
und ich hätte seine keilförmige Nase, dann erschien`
mir die Umwelt vor ganz neuem Hintergrund.
Und ich ordnete sie ein in ganz andre Kategorien:
Die, die aufrecht geh`n, die kriechen, die, die wohl, die übel riechen
und den Typen, die mir stinken, könnt` ich dann
Hose oder Rock zerreißen und sie in den Hintern beißen,
was ich heut` nur in extremen Fällen kann,
denn ich kenn meinen zahnärztlichen Befund:
Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wär mein Hund.
Es gibt Tage, da wünscht` ich ich wär` mein Hund
und dann kümmerte mich kein Besuch, kein Klatsch, keine Affair`n,
redete mir nicht mehr Fusseln an den Mund,
um irgendwelchen Strohköpfen irgend etwas zu erklärn,
denn anstatt zu diskutieren, legte ich mich stumm auf ihren Schoß
und sie kraulten mir zwangsläufig den Bauch.
Und sollt`s an der Haustür schellen, würd ich hingehen, würde bellen,
froh, daß ich niemanden reinzulassen brauch.
Und ich sagte: "Tut mir leid, aber zur Stund
ist der Boß nicht da und ich bin nur der Hund."
Es gibt Tage, da wünscht ich, ich wär mein Hund,
denn mir scheint, daß ich als er beträchtliche Vorteile hätt.
Denn ich lebte, wie ich leb, weiter im Grund.
Äße zwar unter dem Tisch, doch schlief ich noch in meinem Bett.
Sparte aber ungeheuer, zahlte nur noch Hundesteuer,
nur in einem bin ich als Mensch besser dran.
Darum mag er mich beneiden, denn ich bin der von uns beiden,
der die Kühlschranktür allein aufmachen kann!
Und das sind Momente die genieße ich,
denn ich weiß, dann wünscht` mein Hund er wäre ich,
denn ich weiß, dann wünscht` mein Hund er wäre ich!
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Readable chord sheet for Es Gibt Tage Da Wnscht Ich Ich Wr Mein Hund by Reinhard Mey
Es gibt [C]Tage da wüns[G]cht` ich, ich w&au[Am]ml;r mein Hund. Ich l&au[F]ml;g faul auf me[C]inem Kissen[Dm] und säh mir [G7]mitleidig zu, wie mich w[C]ilde Hektik p[G]ackt zur Morgen[Am]stund` und verd[F]rossen von dem [C]Schauspiel legt ich [D7]mich zurück[G] zur Ruh`. Denn ich h[C]ätte nur zwe[F]i Int`ressen, ers[Dm]tens Schlafen, zwei[G7]tens Fressen und was s[Am]onst schöngeis[F]tige Dinge [G]angeht, w&aum[C]l;re ausschlieslic[F]h Verdauung der [G]Kern meiner W[Am]eltanschauung und der [F]Knochen, um den [D7]diese Welt sich [G]dreht, wär[F] allein mein[G]er Meditation[Em]en Grund. [F] Es gibt [C]Tage, da wün[G7]scht ich, ich w&au[Am]ml;r mein [F]Hund. Es gibt [C]Tage da wüns[G]cht` ich ich w&aum[Am]l;r` mein Hund und ich [F]hätte seine[C] keilförm[Dm]ige Nase, dan[G7]n erschien` mir die Um[C]welt vor ganz [G]neuem Hintergru[Am]nd. Und ich o[F]rdnete sie [C]ein in ganz [D7]andre Kategor[G]ien: Die, die a[C]ufrecht geh`n, die [F]kriechen, die, die [Dm]wohl, die ü[G7];bel riechen und den Ty[Am]pen, die mir st[F]inken, könnt` [G]ich dann Hose o[C]der Rock zerre[F]ißen un[G]d sie in den Hi[Am]ntern beißen, was ich h[F]eut` nur in ext[D7]remen Fälle[G]n kann, denn ich [F]kenn meinen zahn&[G]auml;rztliche[Em]n Befund: [F] Es gibt [C]Tage, da wün[G7]scht ich, ich w&au[Am]ml;r me[F]in Hund. Es gibt [C]Tage, da wün[G]scht` ich ich w&au[Am]ml;r` mein Hund und dann [F]kümmerte mich [C]kein Besuch, [Dm]kein Klatsch, [G7]keine Affair`n, redete [C]mir nicht mehr [G]Fusseln an den [Am]Mund, um [F]irgendwelchen [C]Strohköpfen ir[D7]gend etwas zu e[G]rklärn, denn anst[C]att zu diskut[F]ieren, legte ich mich s[Dm]tumm auf ihren Sc[G7]hoß und sie k[Am]raulten mir zwangsl[F]äufig de[G]n Bauch. Und sol[C]lt`s an der H[F]austür schel[G]len, würd ich [Am]hingehen, würde bellen, froh, [F]daß ich n[D7]iemanden reinzul[G]assen brauch. Und ich [F]sagte: "Tut mir l[G]eid, aber zur St[Em]und [F] ist der [C]Boß nicht da un[G7]d ich bin nur [Am]der Hun[F]d." Es gibt [C]Tage, da wün[G]scht ich, ich w&aum[Am]l;r mein Hund, denn mir [F]scheint, daß ic[C]h als er bet[Dm]rächtliche[G7] Vorteile hätt. Denn ich l[C]ebte, wie ich l[G]eb, weiter im G[Am]rund. Ä[F];ße zwar[C] unter dem Tisch, doch sc[D7]hlief ich noch in[G] meinem Bett. S[C]parte aber ungeh[F]euer, z[Dm]ahlte nur noch Hundes[G7]teuer, nur in e[Am]inem bin ich als [F]Mensch besser d[G]ran. Darum [C]mag er mich ben[F]eiden, denn ich [G]bin der von uns [Am]beiden, der die [F]Kühlschrankt&[D7]uuml;r allein au[G]fmachen kann! Und das [F]sind Momente [G]die genie&szl[Em]ig;e ich, [F] denn ich w[C]eiß, dann wüns[G7]cht` mein Hun[Am]d er [F]wäre ich, denn ich w[C]eiß, dann wüns[G7]cht` mein Hun[C]d er wäre ich!