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Berlin Tut Weh

Reinhard Mey
Version1
90

Chords in this song

Strum
D-DU-UDU
 Ich hab  mit dir gelebt  mein ganzes Leben.
 Ich kenn  dich in- und auswendig,  scheint mir,
 und all meine Erinnrungen verweben  sich ganz  mit deinem  Namen und mit  dir.
 Sie sagen,  du tust gut,  ich glaube eher,  du ruehrst  mich, wuehlst mich  auf,
 wenn ich dich seh,  du triffst  mich tiefer, du gehst  mir viel naeher,  du tust
mir  weh!
 Du malst  dich an mit  grellen bunten  Farben,
 sie  schminken dich mit  Oberflaechlichkeit,
 aber ich sehe jede deiner Narben  und alle  Schatten  der Vergangenheit.
 Vergessen  und verraten  und geschunden:  Wenn ich  hinter deine Fassaden  seh,
 ist mirs, als spuert  ich  jede deiner Wunden, du  tust mir weh.
 Staatsmann  und Hinterbaenkler,  alle  kamen
mit  großen Spruechen  und mit Prunk  und Pracht,
 und alle schueckten sich mit deinem  Namen  und gingen  wie die Diebe in  der Nacht.
 Es schmerzt  zu sehen,  wie sie dich missbrauchen  fuer jede Luege, fuer  jedes Klischee,
 um ihren Phrasen  Leben einzuhauchen,  du tust mir  weh.
 Fast  alle meine Freunde  sind gegangen.
Gewiss,  manchmal verstehe  ich sie gut.
 Ich habe nur zu sehr an dir gehangen,  mit  meiner Trauer  und mit meiner  Wut.
 Wie oft  verlasse ich  dich in Gedanken und komm  kleinlaut zurueck, bevor  ich geh!
 So stiehlt man  sich nicht  vom Bett eines Kranken,  du tust mir weh.
 Du hast  mich um ein  Stueck Freiheit  betrogen,
mich,  der nichts Teureres  als Freiheit  weiß.
 Doch immer hat es mich zu dir  gezogen, vielleicht kenne  ich darum ihren  Preis.
 Ich liebe  dich, du Stadt  mit allen Schmerzen  und trage halt, wohin immer  ich geh,
 einen Splitter  von dir in  meinem Herzen! Du tust  mir weh. Berlin  tut weh.

Source: Songsterr · Rights holder? Request removal.

Readable chord sheet for Berlin Tut Weh by Reinhard Mey

[A] [E] [A] [E]
Ich [A]hab mit dir gel[E]ebt mein ganzes [F#m]Lebe[Bm]n.
Ich [A]kenn dich in- und [D]auswendig, scheint [E]mir,
und all meine Erinnrungen ver[F#m]weben sich [D]ganz mit d[Bm]einem Namen und mit[E] dir.
Sie s[A]agen, du tust g[E]ut, ich glaube [A]ehe[Bm7]r, d[A]u [Bm]ruehrst mich, wuehlst mic[D]h auf,
wenn ich dich s[Esus4]eh, du tri[A]ffst mich tiefer, du [D]gehst mir viel na[Esus4]eher, d[A]u [D]tu[Esus4]st    [Bm7]
[D]mir w[E]eh!

Du m[A]alst dich an mi[E]t grellen bunten[F#m] Far[Bm]ben,
s[A]ie schminken dich [D]mit Oberflaechlichk[E]eit,
aber ich sehe jede deiner Nar[F#m]ben und all[D]e Schatten[Bm] der Vergangenheit.[E]
Verge[A]ssen und verrat[E]en und geschund[A]en:[Bm7] Wen[A]n [Bm]ich hinter deine Fassaden[D] seh,
ist mirs, als [Esus4]spuert ich[A] jede deiner Wunden, [D]du tust mir weh. [Esus4]        [A]          [D]            [Esus4]                  [Bm7]                      [E]

Staa[A]tsmann und Hint[E]erbaenkler, alle[F#m] kam[Bm]en
[A]mit großen S[D]pruechen und mit Pr[E]unk und Pracht,
und alle schueckten sich mit [F#m]deinem Name[D]n und ging[Bm]en wie die Diebe in[E] der Nacht.
Es sc[A]hmerzt zu sehen[E], wie sie dich [A]mis[Bm7]sbra[A]uc[Bm]hen fuer jede Luege, fuer[D] jedes Klischee,
um ihren Phras[Esus4]en Leben e[A]inzuhauchen, du tust [D]mir weh.         [Esus4]                [A]                  [D]                    [Esus4]                          [Bm7]                              [E]

Fast[A] alle meine Fre[E]unde sind gegang[F#m]en. [Bm]
[A]Gewiss, manchmal v[D]erstehe ich sie gut[E].
Ich habe nur zu sehr an dir g[F#m]ehangen, mi[D]t meiner T[Bm]rauer und mit meine[E]r Wut.
Wie o[A]ft verlasse ich[E] dich in Gedank[A]en [Bm7]und [A]ko[Bm]mm kleinlaut zurueck, bev[D]or ich geh!
So stiehlt man[Esus4] sich nich[A]t vom Bett eines Kran[D]ken, du tust mir [Esus4]weh.   [A]     [D]       [Esus4]             [Bm7]                 [E]

Du h[A]ast mich um ein[E] Stueck Freiheit[F#m] bet[Bm]rogen,
[A]mich, der nichts T[D]eureres als Freihei[E]t weiß.
Doch immer hat es mich zu dir[F#m] gezogen, v[D]ielleicht [Bm]kenne ich darum ihr[E]en Preis.
Ich l[A]iebe dich, du S[E]tadt mit allen [A]Sch[Bm7]merz[A]en[Bm] und trage halt, wohin im[D]mer ich geh,
einen Splitter[Esus4] von dir i[A]n meinem Herzen! Du t[D]ust mir weh. Berl[Esus4]in tut [A]we[D]h.[Esus4]      [Bm7]          [E]

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