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Diplomatenjagd

Reinhard Mey
Version1
90

Chords in this song

Strum
D-DU-UDU
 Auf  Schloss Hohenhecke zu  Nieder-  lahr, es hat soeben ge-  tagt,
 laedt  Freiherr von Bodo, wie  jedes  Jahr, zur Diplomaten-  jagd.
 Durch  Felder und Auen auf  haarige  Sauen,
 in  Wiesen und Bueschen den  Hirsch zu er-  wischen,
 den  hat Freiherr Bodo fuer  teueres  Geld
 am  Vorabend selber hier  aufge-  stellt.
 Sch0n  bricht es herein in  Wald und in  Flur,
 das diplomatische  Corps:
 die  Ritter vom Orden der  Konjunk-  tur, zwei Generaele zzu-  vor.
   Bei Hoernerquinten, mit  Pruegeln und  Flinten.
 Es  folgt mit Furore  ein Montsig-  nore.
 Selbst den  klapprigen Ahnherrn von  Kiesel-  knirsch
 traegt  man auf der Bahre  mit auf die  Pirsch.
 Es  knallen die Buechsen, ein  Pulver-  blitz,
 es wird soeben ge-  sagt,
 das  Generalleutnant  von Zitze-  witz den
 Verlust seines Dackels be-  klagt.
 Der  Attache Mehring er-  legt einen  Hering,
   den, tiefgefroren, die  Kugeln durch-  bohren,
 noch in  Frischhaltepackung, das  sei under-  hoert;
 ein  Keiler ergibt sich, vom  Laerm ganz ver-  stoert!
 Be-  wegt sich dort etwas am  Waldes-  rand?
 -Der Ahnherr sieht nicht mehr  recht-
 Das  kriegt kurzerhand eins  ueberge-  brannt,
 denn Schiessen kanner nicht A schlecht!
 Ja,  ganz ohne Zweifel, er  schiesst wie der  Teufel.
 Man  traegt in ganz leise bis  dicht vor die  Schneise.
 Man  reicht ihm die Buechse es  prasselt das  Schrot.
 So  findet der Aussenmi-  nister den  Tod!
 Das der  Ahnherr darauf auch noch  "Waidmannsheil" ruft,
 hat alle peinlichst be-  ruehrt.
 Ihm  wird ein Protestschreiben  ueber-  reicht,
 besonders scharf formu-  liert.
 Doch  muss man dem Alten zu  Gute  halten,
 das  war, bei Hubertus, ein  praechtiger  Blattschuss!
 Nur,  dass er das Wort "Diplo-  ma-  jagd"
 nur  etwas zu woertlich ge-  nommen  hat.
 Die D Nacht bricht herein und Schloss A Hohen- D hecke
 bietet ein friedliches A Bild.
  D Der Montsignore A segnet die D Strecke von leblosem, greisen A Wild.
  D Schon fast vergessen, will G doch keiner D essen,
  D die Veteranen, die G zaehen Fa- D sanen,
 die D Ente mit Rheuma, den G Keiler mit Asthma.
 Die D Jagd wird begossen und G dann wird be- D schlossen:
 Der D Krempel wird, weil man hier G grosszuegig D denkt
 dem D naechsten Armen- A haus ge- D schenkt!
 So D wird auch den Aermsten der A Segen zu-(d)teil!
 Es D lebe das Waidwerk!Drei- A mal Waidmanns- D heil!

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Readable chord sheet for Diplomatenjagd by Reinhard Mey

Auf  [D] Schloss Hohenhecke zu  [A] Nieder- [D] lahr, es hat soeben ge- [A] tagt,
laedt  [D] Freiherr von Bodo, wie  [A] jedes  [D] Jahr, zur Diplomaten- [A] jagd.
Durch  [D] Felder und Auen auf  [G] haarige  [D] Sauen,
in  [D] Wiesen und Bueschen den  [G] Hirsch zu er- [D] wischen,
den  [D] hat Freiherr Bodo fuer  [G] teueres  [D] Geld
am  [D] Vorabend selber hier  [A] aufge- [D] stellt.

Sch0n  [D] bricht es herein in  [A] Wald und in  [D] Flur,
das diplomatische  [A] Corps:
die  [D] Ritter vom Orden der  [A] Konjunk- [D] tur, zwei Generaele zzu- [A] vor.
 [D] Bei Hoernerquinten, mit  [G] Pruegeln und  [D] Flinten.
Es  [D] folgt mit Furore  [G] ein Montsig- [D] nore.
Selbst den  [D] klapprigen Ahnherrn von  [G] Kiesel- [D] knirsch
traegt  [D] man auf der Bahre  [A] mit auf die  [D] Pirsch.

Es  [D] knallen die Buechsen, ein  [A] Pulver- [D] blitz,
es wird soeben ge- [A] sagt,
das  [D] Generalleutnant  [A] von Zitze- [D] witz den
Verlust seines Dackels be- [A] klagt.
Der  [D] Attache Mehring er- [G] legt einen  [D] Hering,
 [D] den, tiefgefroren, die  [G] Kugeln durch- [D] bohren,
noch in  [D] Frischhaltepackung, das  [G] sei under- [D] hoert;
ein  [D] Keiler ergibt sich, vom  [G] Laerm ganz ver- [D] stoert!

Be- [D] wegt sich dort etwas am  [A] Waldes- [D] rand?
-Der Ahnherr sieht nicht mehr  [A] recht-
Das  [D] kriegt kurzerhand eins  [A] ueberge- [D] brannt,
denn Schiessen kanner nicht  A schlecht!
Ja,  [D] ganz ohne Zweifel, er  [A] schiesst wie der  [D] Teufel.
Man  [D] traegt in ganz leise bis  [G] dicht vor die  [D] Schneise.
Man  [D] reicht ihm die Buechse es  [G] prasselt das  [D] Schrot.
So  [D] findet der Aussenmi- [A] nister den  [D] Tod!

Das der  [D] Ahnherr darauf auch noch  [A] "Waidmannsheil" ruft,
hat alle peinlichst be- [A] ruehrt.
Ihm  [D] wird ein Protestschreiben  [A] ueber- [D] reicht,
besonders scharf formu- [A] liert.
Doch  [D] muss man dem Alten zu  [G] Gute  [D] halten,
das  [D] war, bei Hubertus, ein  [G] praechtiger  [D] Blattschuss!
Nur,  [D] dass er das Wort "Diplo- [G] ma- [D] jagd"
nur  [D] etwas zu woertlich ge- [A] nommen  [D] hat.

Die  D Nacht bricht herein und Schloss  A Hohen- D hecke
bietet ein friedliches  A Bild.
 D Der Montsignore  A segnet die  D Strecke von leblosem, greisen  A Wild.
 D Schon fast vergessen, will  G doch keiner  D essen,
 D die Veteranen, die  G zaehen Fa- D sanen,
die  D Ente mit Rheuma, den  G Keiler mit Asthma.
Die  D Jagd wird begossen und  G dann wird be- D schlossen:
Der  D Krempel wird, weil man hier  G grosszuegig  D denkt
dem  D naechsten Armen- A haus ge- D schenkt!
So  D wird auch den Aermsten der  A Segen zu-(d)teil!
Es  D lebe das Waidwerk!Drei- A mal Waidmanns- D heil!

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