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Der Trinkende Philosoph

Joint Venture
Version1
90

Chords in this song

Strum
D-DU-UDU
 Was ham wir für nen Tag heut, ich glaub Donnerstag,
 das heißt sieben Tage schon
 geh ich nicht mehr aus dem Haus, mach einfach hier, was ich mag
 in sebstgewählter Isolation.
 Die Fressalien  gehen mir ganz bestimmt nicht aus,
 hab groß  bei Aldi eingekauft.
 Schleppte nen Rucksack  und `ne Tasche und vier Tüten nach Haus,
 es war für  mich, da hab ich gerne geschnauft.
 Zuhause  hab ich mir erstmal ein Bier aufgemacht,
 seitdem hat es noch oft gezischt.
 Ich trank und hab dabei über das Trinken nachgedacht.
 über Leben, Tod und Liebe, halt gemischt.
 über  die unleugbaren Vorteile der Einsamkeit,
 über  Sterne, über Gütter, über mich.
 über  Genüsse, über Schmerzen und die Gleichgültigkeit.
 Je mehr ich grübelte,  umso wirrer wurde ich.
 
 Meine Gedanken legten sich mir wie `ne Schlinge um den Hals.
 
 Ich befand mich bald am Rande eines Nervenheilanstaltaufenthalts.
 Warum ich denk und bin, das werd ich nie verstehn,
 auf dem Gebiet bin ich nicht klüger als als Kind.
 Man denkt, man hat es, schon beginnt es, sich im Kreis zu drehn.
 Solang man drinsteckt, ist man einfach zu blind.
 Ohne Gott  ging es nicht weiter, und so hab ich mich entschieden,
 meiner ist  jetzt der Alkohol.
 Ich trank  ein paar Schlücke und ich fand meinen Frieden
 und ich fühlte  mich kurzfristig wohl.
 Am nächsten  Tag hatt ich nen Kater und den Glauben verlorn,
 also hab ichs mit Meditieren versucht.
 Dann mit Fernsehn, dann mit Lesen, dann den Teufel beschworn,
 In allen Sprachen, die ich kenne geflucht.
 Es tat mir gut,  mal so ganz ohne Aufsicht zu sein,
 also ließ  ich mich richtig gehen.
 Fand mein Vertrauen  in das Trinken wieder, fraß wie ein Schwein,
 eine Woche  keine Dusche gesehn.
 Ich sah den Rausch  als höchste Ausdrucksform  des menschlichen Denkpotentials.
 Ich war ein tiefgläubiger  Jünger von Hopfen  und Malz.
 Ich dachte Hängenlassen ist die wahre Philosophie.
 Das ist Gleichmut, das ist Friede, das ist Glück.
 Pflicht und Disziplin lag mir eh noch nie.
 Also gab es keinen Weg zurück.
 Die leeren Flaschen  prägten bald das Bild im Raum,
 die vollen Aschenbecher  warn mir egal.
 Ich saß  da, fühlte mich göttlich und bewegte mich kaum,
 und meine Außenwelt  konnte mich mal.
 Ein paar Tage  hab ich so das schönste Leben geführt,
 doch dann hat mich ein Geist übermannt.
 Heute morgen hat sich plötzlich was in mir gerührt,
 und es wurde recht schnell dominant.
 Ich glaub,  ich geh jetzt duschen, zieh was Anständiges an
 und dann räum  ich hier ein bißchen auf.
 Wenn ich die Flaschen  abgeb bin ich ein gemachter Mann,
 Einsiedelei, ich scheiße  drauf!
 Mich packt der Überindividuelle  Zwang des Arterhalts.
 Ich glaub ich wälz  mich heut  mal wieder auf  die Balz.
 Wenn es keine  Frauen gäbe, dann gäbs auch keinen Trieb,
 und es gäbe  keinen Zwang was zu tun.
 Dann wären  alle Philosophen und hatten sich lieb,
 doch als Mann  ist man nun mal nicht immun.
 Mich packt der Überindividuelle  Zwang des Arterhalts.
 Ich glaub ich wälz  mich heut  mal wieder auf  die Balz.

Source: Songsterr · Rights holder? Request removal.

Readable chord sheet for Der Trinkende Philosoph by Joint Venture

[F#m]

Was ham wir für nen Tag heut, ich glaub Donnerstag,

das heißt sieben Tage schon

geh ich nicht mehr aus dem Haus, mach einfach hier, was ich mag

in sebstgewählter Isolation.

Die Fre[B7]ssalien gehen mir ganz bestimmt nicht aus,

hab gro&szlig[F#m]; bei Aldi eingekauft.

Schleppte nen [B7]Rucksack und `ne Tasche und vier Tüten nach Haus,

es war f&uu[C#7]ml;r mich, da hab ich gerne geschnauft.

Zu[F#m]hause hab ich mir erstmal ein Bier aufgemacht,

seitdem hat es noch oft gezischt.

Ich trank und hab dabei über das Trinken nachgedacht.

über Leben, Tod und Liebe, halt gemischt.

über[B7] die unleugbaren Vorteile der Einsamkeit,

&uuml[F#m];ber Sterne, über Gütter, über mich.

üb[B7]er Genüsse, über Schmerzen und die Gleichgültigkeit.

Je mehr ich [C#7]grübelte, umso wirrer wurde ich.

        [D7]                             [C#7]             [F#m]

Meine Gedanken legten sich mir wie `ne Schlinge um den Hals.

      [D7]                            [C#7]                    [F#m]

Ich befand mich bald am Rande eines Nervenheilanstaltaufenthalts.

[F#m]

Warum ich denk und bin, das werd ich nie verstehn,

auf dem Gebiet bin ich nicht klüger als als Kind.

Man denkt, man hat es, schon beginnt es, sich im Kreis zu drehn.

Solang man drinsteckt, ist man einfach zu blind.

Ohne [B7]Gott ging es nicht weiter, und so hab ich mich entschieden,

meiner [F#m]ist jetzt der Alkohol.

Ich [B7]trank ein paar Schlücke und ich fand meinen Frieden

und ich [C#]fühlte mich kurzfristig wohl.

Am näch[F#m]sten Tag hatt ich nen Kater und den Glauben verlorn,

also hab ichs mit Meditieren versucht.

Dann mit Fernsehn, dann mit Lesen, dann den Teufel beschworn,

In allen Sprachen, die ich kenne geflucht.

Es tat mir [B7]gut, mal so ganz ohne Aufsicht zu sein,

also [F#m]ließ ich mich richtig gehen.

Fand mein Ver[B7]trauen in das Trinken wieder, fraß wie ein Schwein,

eine [C#7]Woche keine Dusche gesehn.

Ich sah den [D7]Rausch als höchste Ausdrucksform[C#7] des menschlichen Denk[F#m]potentials.

Ich war ein [D7]tiefgläub[C#7]iger Jünger von H[F#m]opfen und Malz.

[F#m]

Ich dachte Hängenlassen ist die wahre Philosophie.

Das ist Gleichmut, das ist Friede, das ist Glück.

Pflicht und Disziplin lag mir eh noch nie.

Also gab es keinen Weg zurück.

Die leeren [B7]Flaschen prägten bald das Bild im Raum,

die vollen [F#m]Aschenbecher warn mir egal.

Ich sa&szlig[B7]; da, fühlte mich göttlich und bewegte mich kaum,

und meine [C#7]Außenwelt konnte mich mal.

Ein paar [F#m]Tage hab ich so das schönste Leben geführt,

doch dann hat mich ein Geist übermannt.

Heute morgen hat sich plötzlich was in mir gerührt,

und es wurde recht schnell dominant.

Ich [A]glaub, ich geh jetzt duschen, zieh was Anständiges an

und dann [F#m]räum ich hier ein bißchen auf.

Wenn ich die [B7]Flaschen abgeb bin ich ein gemachter Mann,

Einsiedelei, ich [C#7]scheiße drauf!

Mich packt der [D7]Überindividu[C#7]elle Zwang des [F#m]Arterhalts.

Ich glaub ich [D7]wälz mich heut[C#7] mal wieder auf[F#m] die Balz.

Wenn es [Bm]keine Frauen gäbe, dann gäbs auch keinen Trieb,

und es [F#m]gäbe keinen Zwang was zu tun.

Dann w&auml[Bm];ren alle Philosophen und hatten sich lieb,

doch als [C#7]Mann ist man nun mal nicht immun.

Mich packt der [D7]Überindividu[C#7]elle Zwang des [F#m]Arterhalts.

Ich glaub ich [D7]wälz mich heut[C#7] mal wieder auf[F#m] die Balz.

[D7] [C#7] [D7] [C#7] [D7] [C#7] [F#m]

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